Nebenwirkungen: Entgiftungsreaktionen und Elektroporation
Wenn die bei der letzten Behandlung ausgelöste, bakterielle Lysis zu stark war, muß man leiser treten und die Behandlungszeit bzw. -intensität kürzen. Je nach Anfangszustand und Immunlage kann die Behandlungsdauer der Blutelektrifizierung von anfangs 10 oder 20 Minuten bis zu einer oder zwei Stunden täglich gehen: Eine dreiwöchige Behandlung à zwei Stunden Blutelektrifizierung pro Tag mit begleitender Magnetimpulsbehandlung (" Beck'sches Therapieschema"), hat, wie bereits erwähnt, schwerkranke AIDS-Patienten nachweislich kuriert. Die Anzahl der magnetischen Impulse sollte ebenfalls kontrolliert werden, will man überzogene Entgiftungsreaktionen, sogenannte Herxheimer-Reaktionen vermeiden. Es handelt sich dabei um Zeiten, in denen eine Entgiftung über Leber, Niere und Haut verstärkt stattzufinden hat und die Entgiftungsleistung der Ausscheidungsorgane dabei relativ überfordert wird.
Die ursprüngliche Herxheimer-Reaktion, die äußerst heftig und gefährlich sein kann, wurde bei Syphilitikern, die mit hohen Dosen Penicillin behandelt wurden, erstmals in den 40er Jahren in Erfahrung gebracht und beschrieben. Die seitdem häufig erfolgende Huldigung der Erstverschlimmerung als Indikator einer angehenden Therapiewirksamkeit beruht auf einer gedanklichen Engführung: Dass sehr viele, fast alle Therapeuten der Herxheimer-Reaktion ihre Reverenz erweisen, heißt nicht, dass es doch ein grober Therapiefehler ist, eine Herxheimer-Reaktion zu provozieren. Die Wechselwirkung zwischen der elektromedizinischen Anwendung und der jeweiligen Ausscheidungskapazität des Betreffenden wurde in diesen Fällen nicht gebührend berücksichtigt. Eine elektromedizinische Anwendung ohne jegliche Herxheimer-Reaktion ist durchaus möglich und um Längen angenehmer für den Betroffenen als periodisch starkes Missempfinden aufgrund stark anfallender bakterieller Lysis. Wie gesagt ist die Behandlungsdauer und -intensität bei auftretender, spürbarer Lysis zeitweilig zu mindern oder gar auszusetzen; die jeweiligen therapeutischen Fortschritte sollten aber für eine elektromedizinische Intensivierung genutzt werden. Immer ist das jeweilige Zusammenspiel von Immunstatus und damit zusammenhängender Ausscheidungskapazität sowie elektromedizinischer Anwendung zu beachten. Ziel einer vernünftigen elektromedizinischen Anwendung sollte es sein, Herxheimer-Reaktionen ganz zu vermeiden und dabei im Laufe der Zeit doch deutlich spürbare Therapiefortschritte zu erzielen.
Beginnt ein Anwender mit dem Elektrifizieren macht sich zu Beginn eine starke Müdigkeit breit und ein ausgeprägter Durst. Dieser Effekt ist der Tatsache zuzuschreiben, daß die Population der malariaartigen Protozoen, die man in der Regel im Blut hat, massenweise absterben und auf einmal eine große Menge Zellmüll im Blutplasma ansteht. Die endogenen Protozoen unterwandern die Immunabwehr sehr erfolgreich: Sie leben wie Malariaerreger innerhalb von Erythrozyten und werden deswegen von der Immunabwehr nicht angegriffen. Dr. Alfons Weber (1915 - 1998) gelang 1968 die Darstellung dieser Parasiten, auch in Lebendpräparaten bei Krebs, wo sie in stark erhöhter Zahl und veränderter Morphologie auftreten. Die Parasiten durchlaufen bestimmte Entwicklungsphasen: Die Eiformen sind etwa so groß wie Viren und entwickeln sich zu winzigen, mithilfe von Flagellen ausschwärmenden Frühformen, die sich in das nächstgelegene rote Blutkörperchen hineinbohren. Innerhalb von Erythrozyten wachsen sie bis zur Geschlechtsreife heran. Die befruchteten weiblichen Formen entwickeln in ihrem Inneren wiederum eine Vielzahl von Eiformen, die nach unterschiedlichen Reifungsstadien, erneut als flagellenbewehrte Jungformen ausschwärmen. Die besondere Müdigkeit, die auf den Beginn der Elektrifizierung folgt, ist also nicht negativ zu interpretieren: Die städtische Müllabfuhr arbeitet ja auch nicht wie der Blitz; insbesondere nicht, wenn plötzlich viel Sperrmüll anfällt. So mag es eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, bis die Behandlung ohne diese Nebenwirkung ertragen wird und auch der energetisierende Aspekt der Therapieform zum Vorschein kommt.
Es ist ratsam, bei einem hohen Infektionsstatus zunächst nur mit dem Blutelektrifizieren anzufangen und erst dann, wenn man die therapeutischen Effekte dieser einen Anwendungsart kennen gelernt und abgefedert hat, mit dem kolloidalen Silber oder dem Magnetpulser weiter zu machen. Folgende Reihenfolge sollte bei schwerkranken Personen eingehalten werden: erstens Elektrifizierer, zweitens Kolloidales Silber, drittens Magnetpulser. Der Magnetpulser sollte als letztes eingesetzt werden, weil damit tieferliegende, festere Gewebearten erreicht werden. Das Rationale ist dabei, daß man zunächst Blut und Lymphe von Erregern befreit und anschließend die chronisch infizierten Bindegewebsareale und das Gehirn. Dieser graduelle Aufbau der einzelnen Therapieelemente ist zur Vermeidung von Herxheimer-Reaktionen wesentlich.
Bei der Niedrigstrombehandlung des Blutes tritt außerdem das Phänomen der Elektroporation auf, d.h. die Poren der Zellwände der Blutkörperchen werden vorübergehend durchlässiger für Substanzen, die im Blutplasma mitschwimmen. Aufgrund dieser Durchlässigkeit kann es im Zellinneren der roten Blutkörperchen zu toxischen Konzentrationen kommen. Deswegen ist es wichtig, während der Behandlungszeit auf Medizinalgifte, Kräuter, u.ä. zu verzichten. "Harmloses" Aspirin könnte plötzlich toxisch werden, was Übelkeit und Mißbehagen hervorrufen würde. Beck warnt in diesem Zusammenhang eindringlich vor Knoblauch wegen einer bestimmten, nervenzellschädigenden Substanz: Sulfonhydroxyl überwindet die Blut-Hirn-Barriere und vergiftet Gehirnzellen, wenn es aufgrund einer äußeren Verletzung oder der Elektroporation in die Blutbahn gerät. Ratsam ist es also, die elektromedizinische Behandlung nur dann durchzuführen, wenn man seit längerem vollkommen nüchtern war, d.h. am frühen Morgen, vor der Einnahme jeglicher orthomolekularer, medizinaler und anderer Substanzen. Nach der Behandlung können diese aber gefahrlos eingenommen werden, weil die Zellwände ziemlich kurz nach der Stromeinwirkung in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehren.